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Die Princess Sophia Trophy war für uns ein großer Erfolg- in unserer zweiten Regatta erreichten wir die Goldfleet und belegten am Ende den 31. Platz von 70 Startern. Praktisch die gesamte Weltspitze der 49er- Klasse war in Palma vertreten, inklusive der momentan domnierenden Spanier Martinez/ Fernandez und Lopez-Vasques/ De la Plaza.Die Wettfahrten der Qualifikation wurden von Thermik zwischen 6-14 Knoten bestimmt. Meistens zahlte sich die linke Seite der Kreuz durch etwas mehr Wind aus, entsprechend groß war das Gedränge am Start. Bei unseren Starts klappte die Positioniereung an der Linie recht gut, im Anfahren liegen aber noch Schwächen. Meistens wurden wir kurz nach dem Start abgeklemmt und mussten wenden. Dies wird ein Trainingsschwerpunkt für die nächsten drei Monate hier in Kiel sein. Unser Speed war gut, mit guter Taktik und sauberen Starts gelangen uns ein 6. und ein 8. Platz. Nach sechs Rennen der Qualifikation lagen wir insgesamt auf dem 25. Platz. Das ltzte Rennen der Quali wurde zur großen Lotterie: In unserer Gruppe machte ein permanenter Winddreher von 40 Grad auf der Startkreuz (zusammenbrechende Thermik) das Ganze zum Krimi, wir hatten auf 'zurückdrehen' gesetzt und waren Vorletzte am Luvfass. In diesem Rennen haben wir unsere Taktik etwas zu konsequent verfolgt, eine frühere Wende hätte den Schaden begrenzen können (permanente Dreher bei sterbendem Wind sind ja eigentlich keine Seltenheit). Das Rennen der zweiten Gruppe wurde wegen völlig wegbrechendem Wind danach abgeschossen und am nächsten Tag wiederholt. Am nächsten Morgen stürmte es ablandig, die Vorhersage lautete auf 5, auffrischend 7-8. Alle Bahnen wurden ohne Start zurück in den Hafen geschickt, unser Wettfahrtleiter wollte die Qualifikation aber unbedingt mit sieben Rennen abschließen und startete die 49er. Bilanz: 7 von 34 im Ziel, 5 Mastbrüche, insgesamt Schäden von mindestens 10000 €. Es wurden nach dem Rennen diverse Proteste gegen die Wettfahrtleitung eingereicht (49er Windlimit ist max. 30 Knoten), der Wettfahrtleiter beharrte aber darauf, nie mehr als 18 Knoten gemesen zu haben ;-) Nun ja. Am nächsten Tag hatte sich der Sturm etwas abgeschwächt, bei ablandigem Wind um 4-6 wurden dicht unter Land für die Gold Fleet drei sehr kurze Rennen gestartet. In diesen Rennen hatten wir guten Speed, es zeigte sich aber die fehlende Regattapraxis bei diesem Wind. Am Start und den Marken verloren wir immer wieder Boote, das Feld war nach 4 Minuten Starkreuz noch sehr eng zusammen, die Rundungen waren deshalb entscheidend. Wir segelten noch zu defensiv, gerade beim Leegate haben wir häufig auf Innenraum verzichtet. An diesem Tag ertrank ein junger Tornadosegler nach einer Kenterung- er hatte sich nach einer Kenterung unter dem Trampolin verhakt und konnte sich nicht mehr rechtzeitig befreien. Der dänische Coach reanimierte ihn, er verstarb aber später im Krankenhaus. Sich unter Wasser zu verhaken stellt in den schnellen Bootsklassen das größte Risiko dar- ohne Panik lässt sich solch ein Situation aber fast immer meistern. Eine Schwimmweste erschwert die Selbstbefreiung aus solchen Situationen meistens, deshalb tragen viele 49er- Segeler aus Sicherheitsgründen keine Schwimmwesten, die Wettfahrtleitungen verlangen zum Glück auch fast nie danach. Insgesamt können wir mit unserem 31. Platz in der zweiten Regatta sehr zufrieden sein. Bis zur Kieler Woche Ende Juni sind wir wegen Wolfs Zivistelle an Kiel gebunden. Allerdings werden wir zusammen mit den zwei anderen deutschen Teams in der Goldfleet (Steeg/ Demel, 29. und Baur/ Groy, 6.) in Kiel intensiv trainieren, auch eine Kooperation mit den Dänen ist anvisiert. In Palma richtete der Dänische Trainer vor der Regatta kurze Trainingsrennen mit 15-30 Booten aus. Wir segelten bis zu 25 enge Starts und Rennen pro Tag- momentan das ideale Training für uns. In den nächsten Wochen haben wir noch eine lange Liste organisatorischer Dinge abzuarbeiten- der Trailer muss zum Tüv, mein Bus ebenfalls, einige Dinge am Boot wollen wir erledigen (u.a. das Gewicht überprüfen und minimieren). ![]()
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