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Wir waren für eine Woche in Neuseeland- nicht zum Segeln, sondern zum America's Cup Boote und Land anschauen. Reichlich Bilder und ein kleiner Bericht. Im Vergleich zum Dürregeplagten Australien ist Neuseeland extrem grün. Und etwas weniger amerikanisch- kleinere Autos, mehr Umweltschutz, kleinere Straßen usw. Nach unserer Ankunft in Auckland
mitten in der Nacht haben wir erstmal so gut es ging auf dem Flughafen
geschlafen. In den ersten beiden Tagen haben wir dann Auckland
erkundet, die America's Cup Basen in Viaduct Harbour haben mich dabei
besonders angezogen. Die Professionalität der Kampagnen ist
inspirierend.Im Backpacker waren Leute aus allen Ecken dieser Welt, ein interessantes Chaos. Die ganze Stadt macht auf mich einen sehr internationalen Eindruck. 1/3 der gesamten Bevölkerung lebt in Auckland (voe allem in den endlosen Suburbs). Vom Mount Eden hat man einen schönen Rundblick über die Stadt, ein Panoramabild ist unten. Nach dem ganzen Stadttrubel haben wir am dritten Tag einen Mietwagen organisiert und sind in Richtung Norden gefahren. Nach knapp zwei Stunden Fahrt haben wir direkt an der Straße eine Dschungel- Reserve entdeckt, durch die ein kleiner Pfad führt. Nach mehreren Monaten gelbbraunem Australien war das dichte Grün ein kräftiger Kontrast. Auf kleinen Schotterstraßen haben wir uns dann entlang der Küste weiter nach Norden gehangelt, mit dem Mietwagen kam regelrecht Rallyefeeling auf. Abends haben wir uns dann an einem recht einsamen Strand ins Gras gelegt und haben den Wellen gelauscht. Am zweiten Autotag ging es weiter nach Norden, die 'must see' Bay of Islands war der nördlichste Punkt unserer Tour (haben uns wegen der ganzen deutschen Touris aber schnell ohne große Fotosession verdrückt). Von der Ostküste haben wir dann die Insel gequert und an der Westküste eine massive Düne entdeckt. Das ganze wirkte auf mich wie von einem anderen Stern- blaues Wasser, fliegende Gischt vom großen Swell, Mondlandschaft. Am Strand habe ich etwas mit den doch recht mächtigen Wellen gespielt, einmal habe ich es geschafft ein Stück auf einer Welle zu surfen, meistens haben die Wellen sich aber über mir gebrochen. Zurück an Land lief mir für mindestens 15 Minuten Wasser aus der Nase ;-) Von dort ging es weiter nach Süden durch einen großen Wald mit 'Kauri' Bäumen mit mächtigen Stämmen. Der größte von ihnen wir von den Maori als 'God of the forest' verehrt. Er hat einen Stammdurchmesser von ca. 4m und wir auf über 2000 Jahre geschätzt. Die Akkus der Kamera waren leer, also keine Fotos. Den Sonnenuntergang haben wir uns an einem wunderschönen, einsamen Strand angeschaut, geschlafen haben wir dann aber im Auto (Wolf) bzw. unter den Sternen auf einer nassen Wiese. Den letzten Tag begannen wir mit einem Bad in einem glasklaren See, perfekt zum Aufwachen und entsalzen. Die Landschaft war danach recht langweilig, uninteressante, fast schon Australisch anmutende Geisterstädte und große Wiesen und Ackerflächen. Kurz vor Auckland haben wir an einem Vogelreservat noch einen längeren Zwischenstopp eingelegt, am Abend sollte das Auto abgegeben werden. Der nette Herr von der Autovermietung bot dann aber an, uns um 4:45 Morgens an der Firma zu treffen und danach zum Flughafen zu bringen. Wir sind also nochmal nach Auckland gefahren und haben eine Runde Frozen Joghurt am Viaduct Harbour gegessen. Geschlafen haben wir dann auf einem Parkplatz neben der Mietwagenfirma. Morgens erwartete uns dann noch großes Abenteuer: Wir hatten über Nacht die Lüftung leicht laufen lassen, das Resultat war ein klägliches Geräusch des Anlassers. Der nette Herr von der Autovermietung hat aber schnell übergeklemmt und uns ohne sich das Auto auch nur anzuschauen direkt zum Flughafen gefahren. Irgendwie kam mir all dieses Entgegenkommen ja seltsam vor, einen Haken hatte das ganze aber nicht. Bin wohl einfach zu verdorben... Am Quantas-Schalter ging das Abenteuer dann aber erst richtig los: Die nette Dame am Schalter brachte es innerhalb von 20 Minuten nicht fertig uns den Boarding Pass auszudrucken, weil sie immer für die Nationalität 'GER' statt dem erforderlichen 'DE' eingab. Das ganze gipfelte darin, dass sie uns schließlich aufforderte, den nächsten Flug zu nehmen, da dieser nun leider weg sei. Nachdem wir kräftig dagegenhielten und auf unseren Anschlussflug in Sydney verwiesen kamen wir mit Hilfe ihres Kollegen doch noch im Dauerlauf in die Maschine. Unser Gepäck schaffte es allerdings nicht mehr, das wurde uns mit einem Tag Verspätung hinterhergeliefert. Eine Menge Aufregung vor 7:00 Morgens. | ||